Gemeinsam für mehr Rücksichtnahme und Sicherheit in Zügen
In ihrem Positionspapier „Sicherheit in Zügen“ knüpfen SPNV-Aufgabenträger an bestehende Sicherheitskonzepte an und identifizieren Ansatzpunkte zur Verbesserung der Sicherheit. Gemeinsam mit Eisenbahnverkehrsunternehmen, Sicherheitsdienstleistern, der Bundespolizei sowie Gewerkschaften werden sie konkrete Maßnahmen entwickeln und umsetzen.
Auch wenn öffentliche Verkehrsmittel grundsätzlich sichere Räume sind: Die zunehmenden Aggressionen, denen Zugpersonale und Fahrgäste täglich ausgesetzt sind, nehmen die Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sehr ernst. Der SPNV ist das Rückgrat der Alltagsmobilität von Millionen Menschen, die täglich die Bahn nutzen. Es muss objektiv sicher sein und subjektiv von Zugpersonal und Fahrgästen als sicher wahrgenommen werden. Daran wollen alle Beteiligten gemeinsam arbeiten.
Die SPNV-Aufgabenträger unterstützen und begleiten die vom Bundesverkehrsministerium, der Deutschen Bahn und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen unter #mehrAchtung vorgestellten Maßnahmen. Wir wollen auf bestehenden Sicherheitskonzepten aufbauen und die Erkenntnisse aus Pilotprojekten nutzen. Dies beinhaltet sowohl die Ausweitung technischer Maßnahmen, wie den Einsatz von Bodycams und Kameraüberwachung, als auch die Überprüfung von Personalkonzepten und Begleitquoten mit regionaler und bedarfsorientierter Ausgestaltung. Auch die Weiterentwicklung der Sicherheitsstandards des digitalen Deutschlandtickets zur Vereinfachung der Kontrollen gehört dazu.
Einige Maßnahmen beinhalten organisatorische Veränderungen, die mit einem höheren finanziellen Mitteleinsatz verbunden sind. Die Arbeitsgruppe Sicherheit des Bundesverbands SchienenNahverkehr (BSN) hat konkrete Maßnahmen im Positionspapier „Sicherheit in Zügen“ erarbeitet. Neben der aufgabenträgerübergreifenden Zusammenarbeit findet hier auch ein regelmäßiger Austausch mit VDV und DB Konzernsicherheit statt.
Peter Panitz, Präsident des BSN, betont: „Aufgrund gestiegener Kraftstoffpreise sind mehr Fahrgäste in Nah- und Regionalverkehren unterwegs. In vollen Zügen brauchen wir mehr Rücksichtnahme im Umgang miteinander und gegenüber dem Zugpersonal. Daneben setzen wir uns gegenüber dem Bund für ausreichende finanzielle Mittel ein, um auch in weitere technische, personelle und organisatorische Maßnahmen investieren zu können.“
Informationen und das Positionspapier finden Sie unter www.schienennahverkehr.de
Herausgeber: Bundesverband SchienenNahverkehr e. V.