Im Rahmen der Feier zum 175-jährigen Bestehen des Bahnhofs Bexbach haben Staatssekretär Sebastian Thul und Frank Höhler, Geschäftsführer der vlexx GmbH, ein Fahrzeug der Reihe Talent 3 getauft, das Stadtwappen und Schriftzug der Stadt trägt. Taufpate war der Bürgermeister von Bexbach, Christian Prech.

„Die gemeinsame Taufe durch das Ministerium und die vlexx GmbH ist ein Symbol für die enge Kooperation von Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen“, erklärt Thul. „Die Patenschaft des Bürgermeisters zeigt zudem, wie wichtig die aktive Zusammenarbeit der Landesregierung mit den saarländischen Kommunen, Städten und Gemeinden ist.“

„Wir freuen uns, dass mit dem Wappen Bexbach nun auch ein erster saarländischer rollender Botschafter durch das saarländische Schienennetz fährt. Mit der Zugtaufe möchten wir unser regionales Engagement als Mobilitätspartner mit Städten und Gemeinden unterstreichen“, betont Höhler. „Umso mehr freut es mich, dass wir zum Fahrplanwechsel im Dezember unser Angebot auf der Linie RB 74 zwischen Neunkirchen und Homburg über Bexbach aufstocken können.“

"Ich freue mich, die Patenschaft für den neuen Zug Bexbach zu übernehmen“, sagt Prech. „Mein Ziel ist es, nicht nur die lokale, sondern auch die überregionale Aufmerksamkeit auf unsere Stadt zu lenken und den Bahnhof neben seiner Funktion als Veranstaltungsort für Kulturveranstaltungen auch zu einem attraktiven Ausgangspunkt für Wander- und Radtouristen zu machen."

An den Außenseiten des Zuges wurden im Bereich der Türen das Stadtwappen von Bexbach sowie der Schriftzug der Stadt angebracht. Bexbach ist die erste Stadt im Saarland, die ihren Namen und ihr Wappen auf einem Zug der vlexx GmbH anbringen durfte, der im gesamten Liniennetz verkehrt und Werbung für die Kommune macht.

Ab Dezember 2024 findet auf der Strecke Neunkirchen – Bexbach – Homburg zudem ein verbessertes Verkehrsangebot statt. Im Rahmen eines Vorlaufbetriebs zum S-Bahn-Netz Saarland wird zu diesem Zeitpunkt auf der ersten Strecke im Saarland das bestehende Angebot mit zwei stündlichen Fahrten pro Richtung durch eine dritte stündliche Fahrt pro Richtung ergänzt, sodass erstmals ein durchgehender 20-Minuten-Takt angeboten werden kann. Hierdurch wird nicht nur die SPNV-Verbindung Neunkirchen – Homburg verdichtet, sondern auch das SPNV-Angebot am Bahnhof Bexbach als Zwischenstation massiv ausgeweitet.

Weitere Informationen zu Zugpatenschaften und dem Freizeitportal der vlexx GmbH
finden Sie unter: https://www.vlexx.de/ueber-uns/zugtaufen/ und https://www.vlexx-und-los.de

ZPS-Online

Zum Ende der Sommerferien (ab 23.8.) wird die Bushaltestelle „Saarbrücken Heinrichshaus“ in Fahrtrichtung Riegelsberg an der Autobahn A1 ersatzlos aufgehoben. Dies betrifft die Nachtbuslinien N4 und N13 sowie die Schulverstärkerlinie 805 und eventuelle Schienenersatzbusse. Über die Stadtbahnlinie 1 bleibt der Bereich weiterhin an den ÖPNV angebunden. Grund für die Aufhebung sind Sicherheitsbedenken der Autobahn GmbH auf Grundlage geltender Gesetze. Dies teilt der Zweckverband Personennahverkehr Saarland (ZPS) in seiner Funktion als Zusammenschluss der saarländischen Aufgabenträger im ÖPNV mit.

Preisdebatte verwischt politische Versäumnisse

Die am Wochenende getroffene Aussage des amtierenden Bundesfinanzministers Christian Lindner, dass die Politik irgendwann entscheiden muss, ob sie entweder in die Schiene oder in die Aufrechterhaltung des Preises von 49 Euro für das Deutschlandticket investieren soll, verwischt die Versäumnisse der Bundesregierung.

Deutschlandweit kämpfen derzeit Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen aufgrund der prekären finanziellen und infrastrukturellen Situation um den Erhalt sowie die Qualität ihrer Angebote. Der Bund muss seiner Pflicht nachkommen und eine auskömmliche Finanzierung für den Erhalt und Ausbau der Schieneninfrastruktur sowie des Verkehrsangebotes durch Regionalisierungsmittel sicherstellen. Eine Preiserhöhung des Deutschlandtickets löst diese Problematik nicht, sie wird aber dennoch notwendig sein.

„Ohne Infrastruktur kein qualitätsvolles Angebot. Ohne dies kein Nutzen des Deutschlandtickets – so einfach ist es. Diskussionen um eine soziale Tarifmaßnahme dürfen nicht mit der Auseinandersetzung mit den Grundbausteinen des Schienenverkehrs vermischt werden“ sagt Thomas Prechtl, Präsident des Bundesverbandes SchienenNahverkehr (BSN).

„Auch ein teureres Deutschlandticket bleibt ein Gamechanger für die Fahrgäste. Der Erfolg hängt nicht vorwiegend vom konkreten Preis ab, sondern vor allem von der Nutzerfreundlichkeit und Einfachheit. Für den Erhalt des Tickets muss der Bund aber seine Rechnungen bezahlen“ führt Prechtl fort. Um die Mindereinnahmen der Verkehrsunternehmen durch das subventionierte Deutschlandticket auszugleichen, muss die langfristige, überjährige Sicherung der Finanzmittel für die Ausgleichszahlungen endlich umgesetzt werden. Sollte diese nicht kommen, müsste bereits im laufenden Jahr der Preis deutlich erhöht werden. Bliebe man bei 49 Euro müsste der Bund seinen Beitrag jährlich erhöhen, um die Mindereinnahmen auszugleichen. Ohne Preisanpassungen würde außerdem die anteilige Nutzerfinanzierung des Nahverkehrs allmählich ausgehebelt, die aber für das Erreichen der Verkehrswende dauerhaft notwendig ist.            

Robert Dorn, Geschäftsführer des BSN sagt: „Wir brauchen einen adäquaten und regelmäßig evaluierten Preismechanismus für das Deutschlandticket. Dieser ermöglicht eine bessere Finanzierbarkeit, Stetigkeit und Planbarkeit für Fahrgäste und Branche. Außerdem soll der Bund sich dazu bekennen, das Erfolgsprojekt Deutschlandticket langfristig, bspw. über 10 Jahre, fortzusetzen, um einen nachhaltigen Erfolg für Gesellschaft und Klima zu erzielen.“

 

Herausgeber: Bundesverband SchienenNahverkehr e. V.